Andreas Steingröver

Schießsportabzeichen

Nachdem wir im letzten Jahr trotz geringer Beteiligung am Schießsportabzeichen von nur drei Mitgliedern doch noch zwei Pokale vom Breitensportleiter des Kreisschützenverbandes überreicht bekommen hatten, scheint dieses Jahr die Beteiligung wieder besser zu sein und neue Aktive haben sich aufgerafft, die verschiedenen Disziplinen zu absolvieren. Tatsächlich muss man sich je nach Vermögen anstrengen um die Vorgaben erreichen zu können. Desto mehr freut man sich, wenn man dann den Nachweis erfolgreich erbracht hat. 

Die Bedingungen haben sich schon im letzten Jahr leicht geändert. Bei den Schießdisziplinen wurde jetzt auf Zehntelwertung umgestellt. Sie hängen am schwarzen Brett aus und sind auch hier noch mal direkt einsehbar. Weitere Teilnehmer sind immer willkommen. Vielleicht schaffen wir dann sogar den Pokal für den ersten Platz in unserem Kreisschützenverband zu erreichen. Meldet euch einfach bezüglich der Abnahme der Leistungen.

Jubiläumsempfang im Schützenhaus

Endlich konnten wir wieder in gemütlicher Runde und gedeckter Tafel im Schützenhaus zusammen kommen, um unsere langjährigen Mitglieder für ihre Treue zum Verein zu ehren und uns zu bedanken. Mit herzlichen Grußworten unserer Bezirksbürgermeisterin Julia Kark begann der offizielle Teil. Auch sie ist noch ein junges Mitglied im Verein und richtete den Blick zunächst auf die zukünftige Vergrößerung unseres Stadtbezirks. Dann ging es aber gleich um die Jubilare. Besonders hervorzuheben ist hier die 60jährige Mitgliedschaft, aber auch eine 40jährige und eine 25jährige Mitgliedschaft waren Anlass genug sich vom Platz zu erheben und laut schallend dreifach “Gut Schuss” zu wünschen. Leider konnten nicht alle Jubilare teilnehmen, so dass wir weitere Ehrungen bei nächster passender Gelegenheit nachholen wollen. 

Die Jubilare standen heute im Mittelpunkt und haben gerne die lückenhaften Ausführungen des ersten Vorsitzenden ergänzt. So wurde zum Beispiel daran erinnert, dass viele der Pokale damals von einer sehr aktiven Mannschaft (Burghard Kalies, Klaus-Dieter Pickert, Wolfgang Kress und ) gewonnen wurden und damit der KKSV Timmerlah ‘berüchtigt’ war auf den verschiedenen Pokalschießen die Pokale ‘abzuräumen’. Manchmal wurde sogar auf mehreren Pokalschießen am gleichen Abend teilgenommen. Auch die anstrengenden Arbeiten zur Errichtung des Schützenhauses waren ein Thema weiterer Erörterung. Im Nachgang zu den Erinnerungen an das sportliche Schießen in allen möglichen Disziplinen begann dann gleich das Fachsimpeln.

Die Politik zu Gast beim KKSV

Letzte Woche hatte sich Thorsten Kornblum, als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl, Zeit für eine kurze Stippvisite auch bei uns im Schützenhaus genommen und probierte sich auch erfolgreich mit Pfeil und Bogen. Nach nur kurzer Einweisung traf gleich der erste Pfeil recht ordentlich. Der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Timmerlah-Geitelde-Stiddien Burim Mehmeti tat es ihm so dann gleich nach und war dabei nicht minder erfolgreich. Anschließend war noch Zeit bei einem Glass Fassbier die besondere Situation des Vereins, unseres Stadtbezirks und auch der Stadt Braunschweig zu diskutieren.

Kreismeisterschaft Bogen im Freien

Dieses Jahr fand endlich wieder die Kreismeisterschaft Bogen im Freien statt. Das Starterfeld war zwar nur klein, so dass in nur einer Gruppe mit einer Person je Scheibe geschossen werden konnte. Spaß gemacht hat es trotzdem, auch für unseren Verein daran teilzunehmen und den einen oder anderen Bogenschützen der anderen Vereine wiederzusehen oder neu kennen zu lernen. 

Am letzten Dienstag hatten wir bei sommerlicher Wärme noch auf dem Sportplatz des TSV auf 60m bzw. 50m Entfernungen trainiert. Heute waren die Bedienungen im PSV-Stadion in der Georg-Westermann-Allee aber eher noch angenehmer. Ich selbst konnte mich mit meinen 571 Ringen noch gegenüber den Trainingsergebnissen verbessern und war damit unabhängig von den verschiedenen Klassen der Zweitbeste Schütze am Platz. Mal sehen, ob es auch für die Landesmeisterschaft reicht.

Blühstreifen im Garten

Nachdem der Garten unseres Schützenhauses nun vermehrt wieder genutzt wird und wir langfristig die Pflege vereinfachen wollen, kam der Gedanke nach einer naturnäheren Gestaltung auf. Die Anregung für einen Blühstreifen an der Böschung des KK-Schießstands kam dann vom Naturschutzbeauftragten der Stadt Braunschweig. Der Fachbereich Stadtgrün hat uns die „Braunschweiger Spezial-Blühmischung“ zur Verfügung gestellt. Da nur 2 Gramm/m² ausgesät werden, war sie mit Maisschrot gestreckt worden. Sie enthält mehrjährige, heimische Kräuter, die vor allem für Insekten, insbesondere Wildbienen, eine wichtige Nahrungsquelle sind. In diesem Jahr werden nur einige wenige Arten zur Blüte kommen, da die meisten Arten zwei- und mehrjährig sind. Von den 39 Kräuterarten, die die Blühmischung enthält, wird sich vielleicht ein Drittel der Arten etablieren. Welche Arten das sind muss sich zeigen. 

Gepflegt werden braucht die 20 m lange Böschung zum Schießstand erstmal nicht. Hier soll sich schließlich Natur entwickeln. Was aber nicht heißt, das gar nichts zu tun ist. Im Frühjahr, wenn sich die Pflanzen wieder ausgesät haben und evtl. in den Stängeln überwinternde Insekten geschlüpft sind, wird der Streifen gemäht und das Kraut wird abgeräumt. Dann können sich wieder Kräuter wie Schafgarbe, Wiesen-Flockenblume, Wilde Möhre, Hundskamille und Wiesenkerbel entwickeln. Es wird spannend, welche von den 39 Kräutern sich durchsetzen.

Etwas Arbeit war es dann doch vor der Aussaat die Grassoden von dem 20m langen Streifen abzutragen. Mit der richtigen Hacke ließen sich aber Rollrasenstreifen schneiden, die wir dann auf dem leicht abfallenden Gelände unter der Eiche aufgebracht haben. Dann können wir uns dort demnächst noch besser für eine Versammlung niederlassen und vielleicht auch schon die ersten duftenden Blüten und geschäftiges Insektentreiben beobachten.

31.07.2021: Mittlerweile hat sich unser Blühstreifen schon gut entwickelt und verschiedenste Blühpflanzen tauchen die Böschung am KK-Stand in immer wieder anderen Farbmischungen. Die Insekten haben sich auch gleich eingefunden und besuchen eifrig die Blüten. Aber auch ein Stieglitzpärchen konnte ich dabei beobachten wie sie sich Samen direkt von den Blühpflanzen picken. Heute gab es allerdings noch größeres Interesse an unserem Blühstreifen, den der Naturschutzbeauftragte Klaus Hermann im Rahmen einer geführten Radtour durch den neuen Stadtbezirk BS Südwest den vierzig Teilnehmern erläuterte.

Nistkästen am Schützenhaus

Nach nur kurzer Vorbereitungszeit haben wir letzte Woche einige Nistmöglichkeiten für Singvögel, Fledermäuse und Schleiereulen am Schützenhaus angebracht. Angeregt wurde die Aktion durch den hiesigen Arbeitskreis Umwelt und Naturschutz und gefördert durch die Schweinekasse Timmerlah. Dadurch konnten hochwertige und dauerhafte Nistkästen angeschafft werden, welche dann in einer Gemeinschaftsaktion angebracht wurden. Bei den Bruthöhlen für Singvögel und den Fledermauskästen war dieses recht einfach. Bei dem großen Nistkasten für Schleiereulen war dieses schon etwas schwieriger. Für Timmerlah war man schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem geeigneten Platz, welcher dann bei einer Ortsbegehung auf dem Dachboden unseres Schützenhauses gefunden wurde. Für die Umsetzung war eigentlich nur ein kleiner Durchbruch im Ostgiebel notwendig. 

Nach ersten Recherchen und einigem Überlegen wurde aber festgestellt, dass eine ordentliche Anflugmöglichkeit vorhanden sein müsse und dass die jungen Schleiereulen mehr Platz für ihre ersten Mäusesprungversuche benötigen. Also wurde daraufhin ein Dachbodenfachwerksegment mit dem noch vorhandenen Material abgeteilt, so dass der Schleiereulenkasten dort frei aufgestellt werden konnte. Das Einflugloch welches zunächst wetterfest mit Zinkblech ausgekleidet wurde, erhielt dann noch ein Brett mit Querstange als Lande- oder auch Sitzplatz. Schließlich haben wir dann die Gelegenheit genutzt, den Dachboden einmal aufzuräumen, zu entrümpeln und vor allem von dem Marderkot zu befreien, der dort noch überall rum lag. 

Jetzt warten wir dann mal gespannt darauf, dass die Nistmöglichkeiten auch genutzt werden. Bei den Singvögeln bin ich mir da sicher, ob es aber auch genug Mäuse für die Schleiereulen gibt, werden wir dann sehen.

Wieder bereit zur Sommersaison

Nach Umstellung der Sommerzeit und bei tatsächlich sommerlichem Wetter haben wir letzten Montag die Bogenscheiben wieder draußen aufgestellt. Nachdem wir letztes Jahr den Bogenplatz ordentlich hergerichtet hatten und das ganze Material, wie Bretterwand, Bogenständer und Strohscheiben in der Hütte gut zugänglich gelagert hatten, ging der Aufbau nun recht schnell. Einzig die Pfeilfangnetze mussten wir noch von drinnen nach draußen umhängen. Hoffen wir mal, dass wir bald wieder mit mehreren Leuten zusammen trainieren können, wie zumindest letztes Jahr auch unter Corona-Regeln schon möglich war. Beim Foto nach getaner Arbeit musste ich etwas tricksen, da wir wirklich nur zu zweit beim Aufbau waren.

Am heutigen Mittwoch (31.03.2021) hat es uns doch schon zum Bogenplatz gelockt um nach Monaten, mal wieder ein paar Pfeile auf die Scheiben zu setzen. Es ging eigentlich doch noch ganz gut, nachdem wir die Bögen wieder auf die dünnen Sommerpfeile umgerüstet hatten. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht, auch wenn Zugarm und Schultern wieder etwas mehr Kraft und Ausdauer bekommen müssen, damit es demnächst wieder heißt: ‘Alle ins Gold!’.

Nach dem kurzen Kälteeinbruch war es am Montag (19.04.2021) wieder herrliches Bogenwetter. Alle ins Gold ging dann doch noch. Na ja, leider nicht ganz alle.

Probeschießen erfolgreich

Am letzten Samstag war es endlich soweit: ein erstes Probeschießen auf der neuen KK-Meytonanlage, nachdem die Installations- und Aufräumarbeiten doch langwieriger waren als zunächst gedacht. Hier aber nun ein erster kurzer Erfahrungsbericht, den wir euch nicht vorenthalten wollen. Es war noch ziemlich kalt im Schützenhaus, da die Heizung nur minimal läuft und es im KK-Keller bei den frostigen Außentemperaturen sowieso recht kalt ist. Paul, Hansi und ich haben dann jeder nur zehn Schuss auf Probe versucht. Das letzte Schießtraining liegt ja nun schon Monate zurück, aber wir haben uns doch schnell wieder in den Schiessrhythmus eingefunden. Erst im Nachhinein ist uns eigentlich klar geworden, wie gut man sich jetzt auf sich selbst konzentrieren kann, ohne auf die Seilzugbewegungen der Nachbarstände achten zu müssen oder davon abgelenkt zu werden. Die Bedienung und die Ansicht der elektronischen Treffererfassung ist genauso, wie wir es schon bei den LG-Ständen gewohnt sind. Gegenüber den Papierschieben haben wir jetzt auch die Zehntelwertung und natürlich noch wichtiger die unmittelbare Rückmeldung zum Trefferergebnis, als Grundlage für ein effektives Training. Die Ergebnisse könnten natürlich besser sein, aber nach so langer Pause, ohne Einschießen und mit vor Kälte zittrigen Händen, waren wir doch froh es endlich geschafft zu haben. Wir freuen uns nun erst recht auf ein regelmäßiges KK-Training mit euch.

KK-Meyton in Betrieb gesetzt

Heute konnten wir erstmalig alle KK-Meytonstände richtig konfigurieren, so dass jetzt LG- und KK-Stände gemeinsam verwaltet werden können. Zu Weihnachten hatte es leider nicht mehr geklappt. Die Vorarbeiten waren doch zu umfangreich und konnten nur mit einzelnen Personen zusammen erfolgen. Schließlich musste auch das Material erst per Spedition kommen, der Auswerterechner noch hin- und hergeschickt werden, damit auch der alte Rechner nun auf den neuesten Stand ist. Jetzt heißt es noch aufzuräumen und den letzten Feinschliff anzulegen.

KK-Meyton im Aufbau

Jetzt wird es endlich konkret mit unserem Vorhaben den KK-Stand auf elektronische Trefferanzeige umzurüsten. Die Seilzuganlage wurde bereits demontiert. Fast 40 Jahre hatte sie nun ihren Dienst getan. Erst in den letzten Jahren war mal ein Seilzug auszutauschen, die Gummianschläge durch neue Puffer zu ersetzen und die elektronische Steuerung zu reparieren. Die Seilzüge mussten als erstes demontiert werden, damit Platz für die neuen Messrahmen für die Trefferaufnahme wird.

Im nächsten Schritt wurden die neuen Halterungen angeschweißt, an die gleich die Messrahmen mit dem Beschussschutz angebracht werden können. In diesem Zuge hatten wir auch noch mal die 50m Distanz nachgemessen, welche auf den Zentimeter genau stimmte.

Das Verlegen der neuen Kabel gestaltete sich doch etwas aufwendiger als gedacht, da wir die Kabel gleich ordentlich hinter den Verkleidung verstecken wollten und dabei auch die alten Installationen durchgesehen und aufgeräumt haben. Am Ende soll es dann aber auch ordentlich aussehen. Die neue Meytonanlage basiert einschließlich der Messrahmen auf Datenübertragung per Ethernet, so dass wir jetzt das Netzwerk auch auf den Keller und auf den KK-Stand ausgedehnt haben. Vor wenigen Jahren gab es im Schützenhaus noch nicht mal einen Telefonanschluss und nun gibt es bald Internet im ganzen Gebäude.

Nachdem nun alle Netzwerkkabel verlegt und geprüft waren und die Switche im Netz integriert waren, konnte nun der erste Probelauf starten. Die elektronische Trefferanzeige wird wie schon bei der LG-Meyton-Anlage für jeden Stand jeweils autark laufen. Man braucht dann nur den Schalter am jeweiligen Stand einzuschalten und schon kann es dann losgehen mit der Auswahl der Disziplin. Die ersten erfolgreichen Versuche erfolgten aber noch mit dem Luftgewehr, nur um zu sehen, ob es schon funktioniert.